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Johann Feldwabel`s Buch: "Der Wagen- und Automobilkarosseriebauer" 

Steyrer Ingenieure

 

Auguste Komenda

Erwin Komenda, 1931

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Erwin Komenda im Porsche Konstruktionsbüro

 

 

AUSBILDUNG

 

In seiner Ausbildung drehte sich alles um Metall. Nach dem Abschluss der Technischen Lehranstalt für Eisen- und Stahlbearbeitung in Steyr besuchte er einen Wagenbaukurs am Technologischen Gewerbemuseum in Wien bei dem renommierten Innungsvorstand der Wiener Wagenbauer, Johann Feldwabel, der mit seinem Buch "Der Wagen- und Automobilkarosseriebauer" mit neuartigen Konzepten für internationales Aufsehen sorgte. 1920 begann Komenda's berufliche Laufbahn als Konstruktionszeichner für Werkzeuge und Automobile in einer Wiener Karosseriefabrik. 

1926 wechselte Komenda zu den Steyrer Werken und begegnete dort  erstmals Ferdinand Porsche, der nach seinem Austritt bei der Daimler-Benz AG als technischer Direktor zu Steyr kam.  Komenda teilte in Steyr seinen Platz am Zeichentisch mit anderen berühmten Ingenieuren wie Bela Barenyi, der später die Erfindung des Käferprinzips für sich beanspruchte, Getriebespezialist Karl Fröhlich, Motorexperte Josef Kales und dem Achsenspezialist Josef Zahradnik. Das hochkarätige Ingenieurteam diskutierte Möglichkeiten zur Realisierung eines europäischen Traums, einer Volksmotorisierung gemäß amerikanischem Vorbild des Ford T. 1929 revolutionierte die Steyrer Technik des Steyr Typ XXX den Automobilbau.

1926 heiratete Komenda seine große Liebe, die Wienerin Auguste  Eugenie Hauptmann. Der lebenslang bestehenden Ehe entstammte im gleichem Jahr der Sohn Erwin, 1945 die Tochter Ingrid.

Eine Fülle an innovativen Ideen ebneten dem unbekannten Ingenieur aus dem oberösterreichischen Voralpenland den Karriereaufstieg zum Chef-Konstrukteur der Versuchs- und Entwicklungsabteilung der Daimler-Benz AG in Sindelfingen. 1930 ernannte man den 26-jährigen Komenda zum stellvertretenden Chef der Serien-Konstruktionsabteilung der Daimler-Benz AG. Entwicklungspläne der damaligen Zeit belegen eine progressive Dynamik im Fahrzeugbau. Bewährte Steyrer Systeme wie Einzelradaufhängung, Schwingachsenfederung sowie unzählige Studien mit gewichtssparenden, selbsttragenden Karosserieaufbauvarianten fassten in Stuttgart Fuß und bildeten den Grundstock für erfolgreiche Daimler-Benz-Fahrzeuggenerationen. 

Im November 1931 kündigte Komenda seine hoch dotierte Stelle bei Daimler-Benz AG. Er trat Ferdinand Porsches neu gegründetem Konstruktionsbüro als Leiter der Karosserieaufbauabteilung bei. Komenda's wichtigste Porschekarosserieentwicklung  ist neben dem VW-Käfer der Porsche Typ 356, der erste Sportwagen, der die klassischen Porsche Linien trug.

 
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