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In seiner Ausbildung drehte sich alles um Metall. Nach dem Abschluss
der Technischen Lehranstalt für Eisen- und Stahlbearbeitung in Steyr besuchte er einen Wagenbaukurs am Technologischen Gewerbemuseum in Wien bei dem
renommierten Innungsvorstand der Wiener Wagenbauer, Johann Feldwabel,
der mit seinem Buch "Der Wagen- und Automobilkarosseriebauer" mit
neuartigen Konzepten für internationales Aufsehen sorgte. 1920 begann Komenda's
berufliche Laufbahn als Konstruktionszeichner
für Werkzeuge und Automobile in einer Wiener Karosseriefabrik.
1926 wechselte Komenda zu den Steyrer Werken und begegnete
dort erstmals Ferdinand Porsche,
der nach seinem Austritt bei der Daimler-Benz AG als technischer Direktor zu Steyr kam.
Komenda
teilte in Steyr seinen Platz am Zeichentisch mit anderen berühmten Ingenieuren
wie Bela Barenyi, der später die Erfindung des Käferprinzips für sich
beanspruchte, Getriebespezialist Karl Fröhlich, Motorexperte Josef Kales und dem
Achsenspezialist Josef Zahradnik. Das hochkarätige Ingenieurteam diskutierte Möglichkeiten zur Realisierung
eines europäischen Traums, einer Volksmotorisierung gemäß amerikanischem
Vorbild des Ford T. 1929 revolutionierte die Steyrer Technik des Steyr Typ XXX
den Automobilbau.
1926
heiratete Komenda seine große Liebe, die Wienerin Auguste Eugenie Hauptmann. Der
lebenslang bestehenden Ehe entstammte im gleichem Jahr der Sohn Erwin, 1945 die
Tochter
Ingrid.
Eine
Fülle an innovativen Ideen ebneten dem unbekannten Ingenieur aus dem
oberösterreichischen Voralpenland den Karriereaufstieg zum Chef-Konstrukteur der Versuchs- und Entwicklungsabteilung
der Daimler-Benz AG
in Sindelfingen. 1930 ernannte man den 26-jährigen Komenda zum
stellvertretenden Chef der Serien-Konstruktionsabteilung der
Daimler-Benz AG. Entwicklungspläne der damaligen Zeit belegen eine progressive
Dynamik im Fahrzeugbau. Bewährte Steyrer Systeme wie Einzelradaufhängung, Schwingachsenfederung
sowie unzählige Studien mit gewichtssparenden, selbsttragenden Karosserieaufbauvarianten
fassten in Stuttgart Fuß und bildeten den Grundstock für erfolgreiche
Daimler-Benz-Fahrzeuggenerationen.
Im
November 1931 kündigte Komenda seine hoch dotierte Stelle bei Daimler-Benz AG.
Er trat Ferdinand Porsches neu gegründetem Konstruktionsbüro
als Leiter der Karosserieaufbauabteilung bei. Komenda's wichtigste
Porschekarosserieentwicklung ist neben dem VW-Käfer der Porsche Typ 356, der
erste Sportwagen, der die klassischen Porsche Linien trug. |