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Komenda Patent: Holzgasgenerator

 

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Komenda Patentanmeldung: Schwimmwagen

  

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 Komenda mit Ehefrau vor einem KdF-Test-Wagen mit Tarnscheinwerfern

 

 

 

 

 

KRIEGSJAHRE

 

Im  Zweiten Weltkrieg litt Familie Komenda unter dem Schrecken der Nazidiktatur. Der jugendliche  Sohn Erwin  wurde zum Frontdienst eingezogen. Frau Komenda verlor bei einem Getümmel im Stuttgarter Bombenterror eine Zwillingsschwangerschaft.

Obwohl die Porsche Betriebsordnung von 1937 die NSDAP-Pflichtmitgliedschaft für alle Mitarbeiter vorsah, bewahrte Komenda seine politische Neutralität und trat, wie Dokumente der amerikanischen Militärbehördeuntersuchung und NS-Parteilisten belegen, der NSDAP nie bei. Seinen Widerstand gegen das Regime gab er bei Treffen mit Hitler Ausdruck.  Komenda hob nie die Hand zum Führergruß und sprach Hitler stets mit "Herr Hitler" an. Ein gewagtes Unterfangen, dass damals nur ein Entwicklungsingenieur, der für die technische Integrität von komplexen Großprojekten verantwortlich war, an den Tag legen konnte. Mehrmals erweckte Komenda mit provokantem Verhalten Ärger und Zorn bei hochrangigen NS-Funktionären.

Ferdinand Porsche leitete das Volkswagenwerk.  Die Automobilkonstruktion rückte in den Hintergrund und kriegswichtige Entwicklungen beschäftigten das Konstruktionsbüro.  Ingenieur Komenda konstruierte mangels vorherrschender Treibstoffknappheit den Holzgasgenerator, ein Alternativantriebsaggregat  für Kriegsfahrzeuge des 2. Weltkrieges. Er entwickelte auch den Wagenaufbau des legendären Schwimmwagens. Beide Erfindungen wurden patentiert

Im Krieg arbeitete  Renault mit Porsche, der in der NS-Besatzungszeit die Aufsicht in einigen französischen Automobilfirmen führte, zusammen. Renault sicherte sich mit der engen Kooperation sein Werk und den Bau des 4CV's, der dem Volkswagen ähnlich sah. 

Nach der Bombardierung von Peenemünde, gründete Ferdinand Porsche eine umstrittene Gesellschaft zur  V1-Raketenproduktion unter Tage.

Porsche beauftragte seine besten Ingenieure mit Raketenentwicklungsarbeiten. Erwin Komenda interessierte sich sehr für zukunftsorientierte Themen in Atomphysik und Raumforschung. Auch pflegte er gute Kontakte zu Wernher von Braun, den er nach dem Krieg in Cap Canaveral besuchte, um dessen NASA-Projekte mit großer Anteilnahme verfolgen zu können.

Als Ende 1944 die Kriegsniederlage vorsehbar und das Volkswagenwerk großteils zerstört in Trümmern lag, evakuierte Ferdinand Porsche sein hochkarätiges Entwicklungsteam nach Gmünd in Kärnten und ging nach Zell am See. 

Frau Komenda entging den Stuttgarter Bombardierungen im oberösterreichischen Weyer. Dort brachte sie im Januar 1945 ein gesundes Mädchen zur Welt. In den letzten Kriegstagen kehrte zur Freude der Familie der Sohn Erwin zurück.

Mit Kriegsende verkomplizierte sich der Alltag der Porsche-Mannschaft. Zell am See, der Porsche Hauptwohnsitz, lag in der amerikanischen Zone, während in Gmünd die Briten regierten und das Porsche Konstruktionsbüro in Stuttgart wieder von den Amerikanern besetzt war, die als Sachverwalter des Stuttgarter Porschevermögens Karl Kirn eingesetzt hatten. 

 
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