Christophorus Pressebericht Nov. 1966:

"Zum Tode von Erwin Komenda: Die Linie des Porsche war im wesentlichen sein Werk."  

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Beruflich hing Ingenieur Komenda mit zähem Willen an seinen Ideen und verstand es zusammen mit seinen Mitarbeitern schwierigste Aufgaben umzusetzen. 1955 ernannte ihn Ferry Porsche zum Oberingenieur. Privat war Komenda ein bescheidener, uneigennutzer Mensch. Niemals sprach er von seinen eigenen Erfolgen. Ihm war die Freude an der Leistung wichtiger als das Ziel, aus Geld mehr Geld zu machen. Seiner Familie hinterließ er mit seinem österreichischen Vermögen keine Reichtümer. 

Erwin Komenda war bis zu seinem plötzlichen Tod am 22. August 1966 ein aktiver Porschemitarbeiter. Er fand seine letzte Ruhestätte im Familiengrab in Weyer an der Enns. 

Erwin Komenda erlebte die Realisierung seines früh gehegten Traums vom Volkswagen: Am 5. August 1955 wurde der 1 000 000ste VW-Käfer in unveränderter Form  produziert und in mehr als 100 Länder exportiert, 1965 überschritt die Käfer-Jahresproduktionsstückzahl erstmals die Millionengrenze.  Mit Komenda's Hilfe gelang das deutsche Wirtschaftswunder und der steile Aufstieg des Porsche Konzerns. Zeugen seines Lebenswerks sind Konstruktionszeichnungen, Entwicklungsprotokolle, Patentanmeldungen und leicht erkenn- und zuordenbare avantgardistische Autoformen, die bis heute freudig die Herzen Automobilbegeisterter bewegen.

 

 
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