Beruflich hing
Ingenieur Komenda mit zähem Willen an seinen Ideen und verstand
es zusammen mit seinen Mitarbeitern schwierigste Aufgaben umzusetzen. 1955 ernannte
ihn Ferry Porsche zum Oberingenieur. Privat
war Komenda ein bescheidener, uneigennutzer Mensch. Niemals
sprach er von seinen eigenen Erfolgen.
Ihm war die Freude an der Leistung wichtiger als das Ziel,
aus Geld mehr Geld zu machen. Seiner
Familie hinterließ er mit seinem österreichischen Vermögen keine Reichtümer.
Erwin
Komenda war bis zu seinem plötzlichen Tod am 22. August 1966 ein aktiver
Porschemitarbeiter. Er fand seine letzte Ruhestätte im Familiengrab
in Weyer an der
Enns.
Erwin
Komenda erlebte die Realisierung
seines früh gehegten
Traums vom Volkswagen: Am 5. August 1955 wurde der 1 000
000ste VW-Käfer in unveränderter Form produziert und in mehr als 100 Länder exportiert, 1965
überschritt die Käfer-Jahresproduktionsstückzahl erstmals die Millionengrenze.
Mit Komenda's Hilfe gelang
das deutsche Wirtschaftswunder und der steile Aufstieg des Porsche
Konzerns. Zeugen seines Lebenswerks
sind Konstruktionszeichnungen, Entwicklungsprotokolle, Patentanmeldungen und leicht erkenn- und
zuordenbare avantgardistische
Autoformen, die bis heute freudig die Herzen Automobilbegeisterter bewegen.