Home

Klassische Käferform:  Heckansicht des Porsche Typ 60K10

1939 lief der Werbefeldzug für den KdF-Wagen auf vollen Touren. Um den Verkauf anzukurbeln, beauftragte man Komenda eine käferähnliche Sportwagenkarosserie zu entwerfen. So entstand der Porsche Typ 60 K10, der mit 150 km/h Höchstgeschwindigkeit publikumswirksam auf der geplanten Berlin-Rom-Rennfahrt eingesetzt werden sollte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

   

 

 

 

 

PORSCHE TYP 60K10

 

Im Dritten Reich kontrollierte der Nationalsozialistische Kraftfahrer-Korp, dessen Präsident Adolf Hühnlein war, den Motorsport. NS-Korpsführer Hühnlein beauftragte 1938 die Entwicklung und den Bau dreier Sportcoupés auf Basis des KdF-Wagens für die geplante Berlin-Rom-Fernfahrt. Der Käfersportwagen sollte zu Propagandazwecken auf dem Rennen fahren, um den Verkauf der KdF-Wägen anzukurbeln. Er erhielt im Porscheregister die Nummer 60 K 10, wobei die Ziffer 60 den Wagen als Abwandlung des Typs 60 bezeichnet und K 10 der Karosserievariante Nummer 10 entsprach. Tatsächlich gingen im Porsche Register die Karosserieentwicklungen des Typ 60 bis zur Karosserievariante 12..

Im Herbst 1938 begannen die Entwicklungsarbeiten zum VW-Rekordwagen.  Zwischen Herbst 1938 und Frühsommer 1939 baute die Karosseriefirma Reutter in Stuttgart drei Fahrzeuge des Typ 60 K 10. Obgleich die Karosserieentwicklung des 60 K 10 aerodynamischen Gesichtspunkten folgte, glich die Frontpartie dem Volkswagen. Das Heck mit dem kleinen Fenster und Lüftungsschlitzen ähnelte trotz  kleinerem Innenraum dem Typ 114. Um den Luftwiderstand zu senken versah man die stromlinienförmige Leichtmetall-Aluminiumkarosserie mit vollintegrierten Radabdeckungen. 

Die Verwandtschaft zum KdF-Wagen dominierte auch das Innenleben des Typ 60 K 10, der mit VW-Bodenplatte, Zentralrohrplattformrahmen mit Stabfederachse vorn und drehstabgefederten Pendelachse hinten sowie Stoßdämpfer und Trommelbremsen des Volkswagens ausgerüstet wurde. Getriebespezialist Fröhlich konzipierte den Motor vor, das Getriebe hinter der Hinterachse. Der aufgebohrte 1100 ccm3 VW-Motor mit größeren Ventilen, Doppelvergaser und höherer Kompression lieferte eine Leistung von etwa 45 PS. Der Wagens wog mit 545 kg um 200 kg weniger als der KdF-Wagen. Er erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 150 Stundenkilometer und schien dank hervorragender Testergebnisse für das bevorstehende Dauerrennen bestens geeignet zu sein. 

Doch dann verhinderte der Krieg den Einsatz des Typ 60 K10 für die Berlin-Rom-Fernfahrt. Nicht ein einziger KdF-Wagen oder eine getätigte Spareinlage erreichte die hoffnungsfrohen Käufer. Auf Basis des  KdF-Wagens, dem Typ 60, entstanden kriegswichtige Fahrzeuge.  So startete die Produktion des  Kübelwagens, des Typ 62, mit der charakteristisch, kastenförmigen, offenen Karosserie, den vier Türen und der abgeflachten Frontpartie mit dem darauf montiertem Ersatzreifen.

 
c2004
kontakt