
Der Porsche 356 C wurde ab Ende 1963 produziert. Äußerlich unterscheidet er sich nur in Details vom 356 B (z. B. Leuchten/Anbauteile je nach Ausführung). Technisch markiert er einen deutlichen Schritt durch die serienmäßige Ausstattung mit Scheibenbremsen (ATE-Bremsen nach Dunlop-Lizenz) sowie damit verbundene Änderungen (u. a. Felgen-/Radschüssel-Formen).
Produktionsende April 1965: Nach rund 17 Jahren endete die Produktion des Porsche 356 im April 1965. Die Produktionszahlen der einzelnen 356-Stufen werden im Quellen-/Datenblock in Elferspot Reportage dokumentiert.

Der Entwicklungsstand des Technischen Programms T7 (Typ 754) entstand im Zuge der frühen Styling- und Konstruktionsarbeiten zum Porsche 901/911.
Nach der Darstellung von Tobias Aichele wurde die formale Ausarbeitung in dieser Phase im Umfeld des Styling-Departments vorangetrieben, unter Einbindung von Ferdinand Alexander („Butzi“) Porsche, während parallel weiterhin Entwurfs- und Vorentwicklungsarbeiten in der Karosseriekonstruktionsabteilung unter Leitung von Erwin Komenda erfolgten.
Die Arbeiten am T7 erfolgten im Zusammenspiel zwischen dem Karosseriekonstruktionsbüro unter Leitung von Erwin Komenda und der externen Umsetzung bei Reutter. Gerhard Schröder war als Abteilungsvorarbeiter dem Konstruktionsbüro Komendas zugeordnet und in diese Abläufe eingebunden. Er fungierte als Verbindungsperson zwischen Konstruktion und Karosserieumsetzung. Seine Schnittstellenfunktion ist im Aktenvermerk T8 dokumentiert. Innerhalb dieser Struktur wurden Vorentwicklungsarbeiten durchgeführt, darunter Entwurfsprüfungen, Modellvorbereitungen sowie die Abstimmung karosserieseitiger Anforderungen.
Der T7 wurde als viersitziges Fahrzeug konzipiert. Einzelne Gestaltungsmerkmale, insbesondere im Frontbereich, weisen formale Ansätze auf, die in späteren Entwicklungsstufen erneut aufgegriffen wurden. In dieser Phase bestanden jedoch noch keine abschließenden Festlegungen hinsichtlich Serienumsetzung, Modellpositionierung oder weiterer Entwicklungsschritte.
Der erhaltene Prototyp befindet sich heute im Porsche Museum Stuttgart.
Die an frühen Prototypen angebrachten sogenannten „Flossen“ dienten nicht aerodynamischen Zwecken, sondern waren gezielte Tarnverkleidungen zur Geheimhaltung der neuen Karosserieform während der Entwicklungsphase des späteren Porsche 911.

Im Spätherbst 1964 lief die Produktion des neuen Porsche mit Sechszylindermotor (2,0 l) an (zunächst als 901, später 911). In dieser Übergangsphase wurden 356 C / 356 SC und frühe 911-Fahrzeuge parallel gefertigt.
Quelle: Wikipedia: "Ende der 1950er-Jahre begann Porsche einen Nachfolger des 356 zu entwickeln, der bereits seit 1950 nahezu unverändert hergestellt wurde und nicht mehr dem Stand der Zeit
entsprach. Vor allem ließ sich der 4-Zylinder-Boxermotor konstruktionsbedingt nicht mehr kostendeckend weiterentwickeln und herstellen. Er war mit zwei Litern am Ende seiner Hubraum- und
Leistungsentwicklung. Das neue Modell sollte dem betagten 356 in allen Bereichen überlegen sein, ohne die typische Grundform eines Porsche aufzugeben. Als Leiter der
Porsche-Karosseriekonstruktionsabteilung wurde zunächst Erwin Komenda betraut, das Design des
Porsche Typ 901 zu entwickeln. Zeitgleich entwickelte auch Ferdinand Alexander Porsche (Ferdinand junior, genannt Butzi), der Sohn von Ferry Porsche,
ein Modell des neuen Wagens, wobei er sich an die wenigen Vorgaben zu halten hatte, unter anderem Radstand nicht länger als 2,20 m, Motor und Antrieb hinten. Dabei beeinflussten sich beide
Designer mit ihren Entwürfen. Letztlich bekam der Entwurf von Ferdinand junior den Zuschlag, weil er dem Charakter eines Porsche-Automobils am besten entsprach und die Verwandtschaft zum 356
sofort erkennbar war."
[Quelle: Wikipedia: Porsche 911]
Der Porsche 356 bildet den Ausgangspunkt einer durchgehenden Karosserielinie, die von Erwin
Komenda entwickelt und über Jahre hinweg weitergeführt wurde.
Die einzelnen Modellstufen zeigen dabei weniger Brüche als vielmehr feine Verschiebungen innerhalb derselben formalen Grundidee.
Mit dem 356 A ab 1955 war diese Linie konstruktiv gefestigt. Proportionen, Dachverlauf, Fensterflächen und Heckform hatten eine Reife erreicht, die weitere Entwicklungen zuließ, ohne den Charakter des Fahrzeugs zu verändern.
Der 356 B ab 1959 brachte technische Anpassungen, während parallel interne Versuchsfahrzeuge entstanden. Modelle wie T7, T8 und T9 dienten dazu, Radstand, Raumangebot und Form weiterzudenken. Besonders beim T7 wird sichtbar, wie sich die Linie nach vorne öffnet: Die Front nähert sich bereits der späteren 911-Form an, während das Heck noch variabel bleibt.
Mit dem 356 C ab Ende 1963 wurde die Baureihe technisch abgeschlossen. Das Produktionsende 1965 markiert das Ende des Modells, nicht jedoch der
zugrunde liegenden Gestaltungslinie.
Der 911 erscheint vor diesem Hintergrund als Weiterentwicklung, nicht als Neubeginn.
QUELLEN:
– Porsche-Skizzenbuch (Kopien)
– Privatarchiv Familie Komenda
– Patente, Urteile
OLG Stuttgart, Urteil vom 03.03.2023 (Porsche 356)
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