Registervermerk (Originaltext):
„Betrifft erstmals den Typ 60, den Volkswagen. Erwin Franz Komenda hat diese Skizze am 27. April 1934 fertiggestellt.“
Bereits vor dem Abschluss des sogenannten RDA-Vertrags befassten sich die Ingenieure des Konstruktionsbüros Porsche intensiv mit der Entwicklung eines Volkswagens, der intern unter der Entwicklungsnummer Typ 60 geführt wurde.
Am 27. April 1934 erscheint der Porsche Typ 60 erstmals dokumentiert in den Unterlagen des Konstruktionsbüros. Der Registereintrag zu Skizze Nr. 803 verweist ausdrücklich auf Erwin Komenda als Urheber dieser Zeichnung.
Die Skizze mit der Bezeichnung „5-sitziger Großserienwagen – Typ 60“ unterscheidet sich in mehreren Punkten von der Beschreibung des Volkswagens im sogenannten Exposé von Ferdinand Porsche. Die Darstellung zeigt ein Fahrzeug mit niedrigerer Silhouette, größerer Länge und abweichenden Proportionen sowie dekorativen Elementen wie Chromleisten am Dach- und Heckbereich.
In den folgenden Jahren wurden zahlreiche weitere Studien und Entwurfsvarianten erarbeitet. Der dokumentierte Entwicklungsprozess erstreckte sich von 1934 bis 1938 und verdeutlicht, dass die Karosserieform des späteren VW Käfers das Ergebnis einer mehrjährigen gestalterischen und konstruktiven Ausarbeitung war.
Die dargestellten Skizzen und Registervermerke basieren auf Kopien aus dem Porsche-Skizzenbuch sowie auf Materialien aus dem Privatarchiv der Familie Komenda. Die Abbildungen dienen der historischen Einordnung des Entwicklungsprozesses.
QUELLEN:
– Porsche-Skizzenbuch (Kopien)
– Privatarchiv Familie Komenda
– Patente, Urteile
OLG Stuttgart, Urteil vom 03.03.2023 (Porsche 356)
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